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Der Dirigent OMER MEIR WELLBER  gehört zu den führenden Dirigenten für Opern- und Orchesterrepertoire. Ab Beginn der Saison 2018/19 ist er Erster Gastdirigent der Semperoper Dresden. Er stand am Pult zahlreicher erstklassiger Ensembles weltweit, so etwa beim London Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester zu Leipzig,  dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Orchestre National de Lyon, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Orchester RAI Torino und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Er ist regelmäßiger Gastdirigent der Bayerischen Staatsoper München, von La Fenice Venedig und der Israeli Opera. Ein Gegenpol zu seinen internationalen Auftritten bildet sein Engagement in seiner Heimat Israel für klassische Musik im Allgemeinen und seine integrativen Projekte im Besonderen.

In der Saison 2018/19 wird Omer Meir Wellber an der Metropolitan Opera in New York mit Vorstellungen von Bizets Carmen debütieren. Weiterhin wird er mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra sein Debüt beim Lucerne Festival geben. Erstmalig wird Omer Meir Wellber in der Hamburger Elbphilharmonie beim NDR Elbphilharmonie-Orchester am Pult stehen sowie Konzerte mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen dirigieren, u.a beim Bachfest Leipzig 2019. Auch seine langjährige Verbindung zur Semperoper Dresden wird in der Saison 2018/19 weitergeführt: Als Erster Gastdirigent wird er dort im Mai 2019 das Dirigat der Neuinszenierung von Verdis Nabucco übernehmen. Außerdem wird er die Wiederaufnahme-Vorstellungen von Don Giovanni, Tannhäuser und Der Rosenkavalier sowie ein Symphoniekonzert mit der Staatskapelle Dresden dirigieren.

In der Saison 2017/18 hat Omer Meir Wellber u.a. beim BBC Philharmonic, dem SWR Symphonieorchester und dem Mahler Chamber Orchestra debütiert. Wiedereinladungen führten ihn nach hoch gelobten Debüts zum Orchestre National de Lyon, zur Tonhalle-Orchester Zürich oder auch dem Gewandhausorchester zu Leipzig.  An der Bayerischen Staatsoper dirigierte er die Premiere von Verdis Les Vêpres siciliennes. Im Sommer 2018 leitete er beim Glyndebourne Festival, wo er 2014 mit dem London Philharmonic Orchestra in der Produktion von Eugen Onegin debütierte, die Festival-Premiere von Puccinis Madama Butterfly.

Im November 2016 dirigierte er die Sächsische Staatskapelle Dresden bei der Uraufführung von Sofia Gubaidulinas Oratorium Über Liebe und Hass. Im März 2017 leitete er die Premiere von Giordanos Andrea Chenier an der Bayerischen Staatsoper, wo er schon 2015 die Neuproduktion von Mefistofele dirigiert hatte. Seine Engagements an der Semperoper im Jahr 2017 umfassten u.a. die Dirigate des Mozart-Da Ponte-Zyklus‘ Così fan tutte, Le nozze di Figaro und Don Giovanni im Rahmen der einmalig stattfindenden Mozart-Tage. Dieser Mozart-/Da Ponte-Zyklus entstand zwischen 2014 und 2016 als drei Neuproduktionen (Regie: Andreas Kriegenburg und Johannes Erath), jeweils unter der Leitung von Omer Meir Wellber. Im Januar desselben Jahres dirigierte er am Teatro La Fenice Wagners Tannhäuser. 2016 stand er dort zudem für ein Konzert mit der Geigerin Midori am Pult des Orchestra del Teatro della Fenice, das Teil einer Europa-Tournee mit dem Orchester war.

Von 2010 bis 2014 war Omer Meir Wellber Music Director am Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia. Während der Intendanz von Luc Bondy wurde er von den Wiener Festwochen im Rahmen eines dreijährigen Projekts mit der Leitung von Verdis trilogia popolare betraut: Rigoletto (2011), La Traviata (2012) und Il Trovatore (2013). 2011 debütierte er an der Bayerischen Staatsoper mit La Traviata und im Jahr 2010 begann seine Zusammenarbeit mit der Semperoper Dresden, wo er seitdem u.a. Strauss’ Daphne, Ariadne auf Naxos und eine konzertante Aufführung von Guntram dirigierte. Weitere frühere Engagements des Dirigenten umfassen das Teatro Massimo in Palermo, das Orchestre de Paris, die NDR Radiophilharmonie in Hannover, das hr-Sinfonieorchester in Frankfurt, das Beijing Philharmonic Orchestra, die Filharmonica della Scala, ein Konzert beim Maggio Musicale Fiorentino und sein hochgelobtes Dirigat von Aida in der Arena di Verona.

Zwischen 2008 und 2010 assistierte Omer Meir Wellber Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie an der Mailänder Scala. Er dirigierte mit großem Erfolg bei Publikum und Presse Verdis Aida beim Gastspiel der Scala an der Israeli Opera. 2010 dirigierte er Strauss’ Salome als Einspringer für Seiji Ozawa beim Saito Kinen Festival in Matsumoto.

Trotz seiner weltweiten Engagements pflegt Omer Meir Wellber eine enge Verbindung zu Ensembles in seiner Heimat Israel. Seit mehr als zehn Jahren ist er regelmäßiger Gastdirigent an der Israeli Opera in Tel Aviv, wo er u.a. Aufführungen von Verdis La Forza del Destino, Puccinis Turandot und Madama Butterfly, Donizettis L’Elisir d’Amore, Mozarts Die Zauberflöte, Gounods Faust und Janaceks Schlaues Füchslein leitete. 2007 debütierte er beim Israel Philharmonic Orchestra und leitete 2016 dessen Residency bei den Dresdner Musikfestspielen.

Omer Meir Wellber sieht Musik in Israel immer wieder als ein Mittel für sozialen Wandel. Seit 2009 ist er Musikdirektor der 1991 für die Integration von jüdischen Emigranten in Israel gegründeten Raanana Symphonette. Er ist zudem Botschafter der Non-Profit-Organisation Save a Child’s Heart, einer in Israel ansässigen Organisation, die sich um die Behandlung herzkranker Kinder aus Entwicklungsländern sowie um die Ausbildung von Ärzten vor Ort kümmert. Außerdem arbeitet er regelmäßig mit verschiedenen Institutionen in Outreach-Programmen zusammen und fördert die nächste Dirigenten-Generation durch Workshops, Kurse und Besuche an Hochschulen.

Omer Meir Wellber veröffentlichte im Frühjahr 2017 sein Buch „Die Angst, das Risiko und die Liebe – Momente mit Mozart“. Gemeinsam mit der Publizistin Inge Kloepfer verfasst, präsentiert er in diesem seinen persönlichen Zugang zu den universellen Emotionen, die in den drei Mozart/Da Ponte-Opern Così fan tutte, Le nozze di Figaro und Don Giovanni verhandelt werden. Die Buch-Veröffentlichung reiht sich ein in eine multimediale Publikationsliste: eine DVD-Aufnahme von Mefistofele, 2016 bei den Münchner Opernfestspielen mit dem Bayerischen Staatsorchester aufgenommen (Unitel 2016), eine DVD seiner erfolgreichen Jubiläums-Aida in der Arena di Verona (BelAir classiques 2014) und eine DVD von Eugene Onegin (C Major 2013), die während seiner Zeit am Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia entstanden ist.

1981 in Be’er Sheva geboren, begann Omer Meir Wellber seine musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren mit Akkordeon und Klavier. Er erhielt ab seinem zehnten Lebensjahr Kompositionsunterricht bei Tania Taler. Anschließend wurde Michael Wolpe bis 2004 sein Lehrer. 1999 machte er am Be’er Sheva Konservatorium seinen Abschluss. Anschließend studierte Omer Meir Wellber Dirigieren und Komposition mit einem Stipendium der American-Israel Cultural Foundation von 2000 bis 2008 an der Jerusalem Music Academy bei Eugene Zirlin und Mendi Rodan. Seine Werke werden sowohl in Israel als auch international von Orchestern und Ensembles aufgeführt.